september/oktober 2015

Zeitzorn II_j3fm

nachlese:


jürgen adorf: babylon
fotografie und zeichnung

babylon als sinnbild der zivilisation und ihrer zerstörung ist ein motiv, das künstler vom mittelalter an immer wieder fasziniert. in der europäischen kunst und kultur ist die mythische geschichte vom aufstieg und fall babylons als stadt der sünde und der tyrannei und als metropole der ewigen apokalypse tief eingebrannt als eine urangst der menschheit.

jürgen adorf richtet mit arbeiten aus zwei werkgruppen den blick in eine abgeschlossene zukunft städtischer entwicklung. die schwarz weiß zeichnungen zeigen horizont- und grenzenlose, isometrische stadtlandschaften im überblick. grün- und freiflächen fehlen hier. scheinbar endlos wuchernd fügt sich gebäude an gebäude, block an block.
dystopisch sind auch die fotografischen arbeiten und fotomontagen von jürgen adorf. sie repräsentieren die lebensfeindliche innenansicht von stadträumen. durch künstliches licht erhellte szenarien zeigen ordnungslose trümmerfelder und brachflächen im wechsel mit zügellosen, monumentalen und charakterlosen bebauungen.

vernissage: freitag, 18.092015, 19.00 uhr
ausstellungsdauer: 18.09.2015 bis 11.10.2015
öffnungszeiten: freitags 19.00 bis 20.30 Uhr
sonntags 14.00 bis 16.00 Uhr.

Dieser Beitrag wurde unter fotografie, zeichnungen veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.