Februar/März 2016

croque_mini

Nachlese:

Elke Lennartz: Objekte

Das industriell gefertigte Material Kunststoff ist in Deutschland bereits seit 100 Jahren im Einsatz. Bereits in den 20er Jahren beschäftigten sich Künstler, Designer und Architekten  ästhetischen Objektcharakter des Plastiks.  Der Charakter der seriellen und rationell-industriellen Formstoffs interessiert die Künstlerin Elke Lennartz bereits seit über zehn Jahren. Industrielle Abfallprodukte wie zum Beispiel gerasterte Stanzformen aus Kunststoff sind ihre Arbeitsgrundlage. Diese werden zurechtgeschnitten, deformiert, verbogen und so optisch für den Betrachter durch einen Überzug aus Gazestoff und Farbe immer weiter verfremdet und manipuliert.
Waren die Formen in den Anfängen ähnlich dem indifferenten Elementarcharakter des Kunststoffs amorph, so änderte Elke Lennartz den konstruktiven Aufbau ihrer Objekte hin zu klar strukturierten und abstrakt reduzierten Formen.  Dabei spielt sie auch mit dem spezifischen Gewicht ihrer Objekte. Das, was dem Auge Schwere suggeriert, erweist sich im Widerspruch zum Augenschein als federleicht.
Mit der Zerlegung von Strukturen und der Faszination stärker über die Zwischenräume von Objekten, Transformationen und Produktionsprozesse nachzudenken, gelingt es Elke Lennartz mit einfachen Mitteln die Dingwelt ad absurdum zu führen.

Vernissage: Freitag, 19.2.2016, 19.00 Uhr
Ausstellungsdauer: 19.2.2016 bis 13.3.2016
Öffnungszeiten: Freitags 19.00 bis 20.30 Uhr
Sonntags 14.00 bis 16.00 Uhr.

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