Mai/Juni 2016

 

A.Kühn_Datura II a

Alexander Kühn: Luftschlösser
Lichtbilder
Nachlese:

Luftschlösser bauen, für Sigmund Freud war das eine Fortsetzung des kindlichen Spiels. Anstatt zu spielen, phantasiert der junge Mensch in Tagträumen. Diese Luftschlossphantasien lassen selbst ältere Generationen gedanklich fliegen.

Luftschlösser – das sind Zufluchtsorte, Illusionen und ebenso Sinnestäuschungen, die Alexander Kühn in Lichtbildern als Silhouetten fließender Landschaften im Sinne von fixierten Schatten festhält. Die dunklen Raumlandschaften bergen Andeutungen städtischer Silhouetten, über denen sich weite, dramatisch inszenierte Himmelsbilder aufbauen.

Alexander Kühn führt den Betrachter mit dieser Serie zurück in die Ursprünge der Fotografie, des Lichtbildes. Das Magische der Erscheinungen, das ganze Irrlichtern der Fotografie mit seinen vielseitigen technischen Experimenten sucht hier in den Feinheiten des Lichtspiels, den Licht- und Schattengrenzen, Flächen, Linien und Mustern ein neues Gleichgewicht.

Gegenübergestellt sind diesen fast scherenschnittartigen Landschaften Fotografien von Blüten der Engelstrompete. Diese Serie „Datura“ fasziniert nicht nur durch die wunderbare Konstruktionen des Pflanzlichen als natürliche Ordnung. Für Kühn sind sie Sinnbilder für den Übergang vom Leben zum  vermeintlichen Tod.

 Vernissage: Freitag, 20.5.2016, 19.00 Uhr
Ausstellungsdauer: 20.5.2016 bis 12.6.2016
Öffnungszeiten: Freitags 19.00 bis 20.30 Uhr
Sonntags 14.00 bis 16.00 Uhr.

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