März/April 2017

Nachlese:

 

 

Thomas Wöhrmann: Malerei und Collagen

Mitunter erscheint die Übereinanderblendung von Geräuschsphären in den Orchesterklang voll und ganz der Dramaturgie eines Traumes zu folgen. Das ist in der Kunst ähnlich, wenn sich die heilsamen Ingredienzien aus Farbe, Licht, Linie und Fläche zwischen Künstlerisches und Immaterielles stellen. Die Arbeiten von Thomas Wöhrmann sind genau solche Experimente mit Übergängen, sei es zwischen Kunst und Musik, Design, Raum, Malerei, Zeichnung und Collage.
Die Arbeiten des Braunschweiger Künstlers sind experimenteller Herkunft, es sind Suchbewegungen in den malerischen und grafischen Zwischenwelten, destilliert aus dem Chaos der Gegenwart.  Mit Lakonie und mit Leidenschaft, eher als geordneter Modellierer denn als Formzertrümmerer, sucht Wöhrmann nach der Wirklichkeit des Abgebildeten.
In seinen Collagen und Zeichnungen erweitert er das Medium Zeichnung in die Dreidimensionalität.
Zeitungs- und Magazinausschnitte, Zeichen, Linien, Netzstrukturen werden in Ebenen übereinanderschichtet. Sie erscheinen wie abstrakte Architekturen, Agglomerationen von Formverkettungen oder sich ineinander verschränkender Innenräume. Es sind potemkinsche Räume, deren psychedelische 60er- Jahre Ornamentik nur Oberfläche ist, darunter hervor scheint die Kunst des Zeichnens und der Zeichen in abstrakten Landschaften, Formen und Farbfelder.

 

Eröffnung der Ausstellung am Freitag, 17.03.2017 um 19.00 Uhr
Ausstellung vom 17.03.2017 bis 09.04.2017
Öffnungszeiten:
freitags 19.00 bis 20.30 Uhr
sonntags 14.00 bis 16.00 Uhr

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